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ZAHNÄRZTE

DR. ALEXANDER AXELRAD
DR. ELKE MOCKENHAUPT
NII LANTE VARDON-ODONKOR, M.SC.

HAUPTSTRASSE 36
53804 MUCH

02245 – 55 44

Parodontologie

Was ist eine Parodontitis?

Eine Parodontitis, im Volksmund auch Parodontose oder Zahnfleischentzündung genannt, ist eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates. Dieser setzt sich aus Zahnfleisch, Haltefasern und Knochen zusammen, und verankert die Zähne fest im Kiefer.

Bakterien im Zahnbelag können nicht nur den Zahn selber durch Karies schädigen, sondern auch seine Verankerung im Knochen. Sie produzieren schädliche Substanzen (Toxine) und verursachen eine oberflächliche Entzündung, die zunächst das Zahnfleisch betrifft.

Bleibt diese Entzündung dauerhaft bestehen, kann sie sich auf die Zahnhaltefasern und den Knochen ausdehnen, wodurch diese abgebaut werden. Im weiteren Verlauf werden die Zähne locker. Die Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter.

Wie macht sich die Parodontitis bemerkbar?

Die Parodontitis ist eine echte Volkskrankheit! In Deutschland leiden über 11 Millionen Menschen an einer schweren Form dieser Erkrankung.

Die Parodontitis wird vielfach jedoch erst erkannt, wenn sie bereits weit fortgeschritten ist. Da sich die Entzündung unter dem Zahnfleisch abspielt, findet sie sozusagen im Verborgenen statt. Besonders tückisch ist, das sie in den meisten Fällen nicht schmerzhaft verläuft. Es fehlt damit der Schmerz als ein wichtiges Warnzeichen der Entzündung. Frühe Anzeichen einer Parodontitis können Zahnfleischbluten, Schwellungen, Rötungen oder Mundgeruch sein.

Auswirkung auf die allgemeine Gesundheit

Bakterien in der Mundhöhle können über die Blutbahn in andere Regionen des Körpers geschwemmt werden und ihn gesundheitlich belasten. Auch der permanente Entzündungszustand, der infolge der Parodontitis besteht, kann sich auf die Allgemeingesundheit auswirken.

Eine nicht behandelte Parodontitis geht mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Herzerkrankungen, Diabetes und Risikoschwangerschaften einher. Daher ist die Parodontitistherapie nicht nur eine wichtige Maßnahme zur Wiederherstellung der Mundgesundheit, sondern stellt auch eine Schnittstelle zur allgemeinen Gesundheit der Patienten dar. Deshalb arbeiten wir, wenn erforderlich, eng mit anderen medizinischen Fachrichtungen zusammen.

Risikofaktoren

Die Entstehung und das Voranschreiten der Parodontitis können durch bestimmte Faktoren begünstigt werden.
Ein wichtiger Risikofaktor ist das Rauchen. Raucher erkranken häufiger an Parodontitis, und sprechen außerdem schlechter auf die Therapie an.
Aber auch Stress und Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, stellen Risikofaktoren der Parodontitis dar.

Therapie der Parodontitis

Die Parodontitis ist gut behandelbar. Je früher die Therapie einsetzt, desto einfacher ist es ein langfristig stabiles Ergebnis zu erzielen. Daher legen wir in unserer zahnärztlichen Praxis viel Wert darauf bei jeder Kontrolluntersuchung auch eine Kontrolle des Zahnfleisches durchzuführen. Somit können wir eine entstehende Parodontitis zu einem frühen Zeitpunkt erkennen.

Der erste Schritt zur Therapie ist die Aufklärung unserer Patienten über Ursachen, Verlauf und Folgen der Parodontitis. Nur mit dem Bewusstsein für die Erkrankung kann diese langfristig gestoppt werden. Die Mitarbeit des Patienten ist ein entscheidender Faktor für die langfristig erfolgreiche Parodontitistherapie.
In einem zweiten Schritt werden unsere Patienten in eine individuell optimale Mundhygiene eingewiesen. Unsere speziell geschulten Prophylaxeassistentinnen unterstützen Sie auf diesem Weg. Es erfolgt eine sanfte, professionelle Reinigung der Zähne.

Im Stadium der frühen, oberflächlichen Entzündung des Zahnfleischs reichen diese Maßnahmen aus, um gesunde Zahnfleischverhältnisse wiederherzustellen.

Ist die Entzündung des Zahnfleisches bereits auf den Kieferknochen übergegangen, erfolgt im dritten Schritt die Parodontitisbehandlung. Unter Lokalanästhesie erfolgt eine gründliche Reinigung der Zahnfleischtaschen, in mehreren Sitzungen. Die Behandlung wird sehr schonungsvoll vorgenommen und ist nicht schmerzhaft.
Nach Abklingen der Entzündung wird das Behandlungsergebnis kontrolliert. In den meisten Fällen reichen diese Maßnahmen aus, um die Erkrankung zu stoppen.

Dann erhalten unsere Patienten regelmäßig eine individuell abgestimmte Unterstützung der häuslichen Mundhygiene durch Kontroll- und Prophylaxebesuche. Damit kann bei guter Mitarbeit ein erneutes Aufflammen der Entzündung dauerhaft verhindert werden.

Bei stark erkrankten Zähnen ist in manchen Fällen der Wiederaufbau verloren gegangenen Zahnhalteapparates nötig. Es stehen heutzutage moderne Materialien zu Verfügung, die die Neubildung von Knochen und Zahnhaltefasern ermöglichen. So können Zähne erhalten werden, die früher als hoffnungslos galten.

Warum ist die Nachsorge so wichtig?

Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, deren Voranschreiten wir zuverlässig und dauerhaft verhindern können. Komplett eliminieren lässt sie sich leider nicht.

Durch gute häusliche Mundhygiene und professionelle Unterstützung durch unser Prophylaxeteam stellt die Parodontitis aber keine Gefahr mehr für den Erhalt der Zähne und die allgemeine Gesundheit dar, da durch die enge Zusammenarbeit ein Wiederaufflammen der Entzündung verhindert wird.

Welche Rolle spielt die Parodontitis für Zahnimplantate?

Bakterien, die eine Parodontitis verursacht haben, machen auch vor Zahnimplantaten, nicht halt. Wird ein hoffnungsloser Zahn entfernt, und ohne weitere Maßnahmen durch ein Implantat ersetzt, ist das eigentliche Problem nicht gelöst. Das Risiko ist dann groß, dass die Entzündung auch das Implantat befällt. Diese Erkrankung des Gewebes rund um das Implantat wird als Periimplantitis bezeichnet. Sie ist im Gegensatz zur Parodontitis nur schwer behandelbar.

Der natürliche Zahn besitzt die Fähigkeit, mit den Herausforderungen, die die Mundhöhle mit ihren unzähligen Bakterien bereithält, umzugehen. Darin ist er jedem Ersatz haushoch überlegen.

Aus diesem Grund ist es uns ein Anliegen, auch bei vorangeschrittener Parodontitis die natürlichen Zähne langfristig zu erhalten. Dies ist in den meisten Fällen mit der oben beschriebenen Therapie und Nachsorge auch möglich.

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