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parodontologie

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Parodontologie Zertifikat bearbeitet-2

Der Begriff  „Parodontium“ bedeutet das Gewebe, das den Zahn umgibt. Vereinfacht dargestellt sind es das Zahnfleisch, der Zahnhalteapparat und der Knochen. Die Entzündung  des Parodonts (Parodontitis) ist heimtückisch. Häufig fehlt ein wichtiges Warnzeichen der Entzündung, der Schmerz. Der Patient ist erkrankt, ohne es zu merken.

 

Ursachen

Die Parodontitis wird durch Bakterien verursacht. Die Ansammlung von Bakterien, anderen Keimen und Speiseresten führt zur Bildung eines sogenannten Biofilms, der an Zahn und Zahnfleisch haftet. Die ständige Freisetzung von Toxinen (Gifte) verursacht eine entzündliche Reaktion, die häufig symptomfrei bleibt. Die Auflösung des Zahnhalteapparates ist die Folge. Daraus resultieren Taschenbildung, Knochenrückgang und Zahnlockerung bis hin zum Zahnverlust.

 

Vorkommen

Vereinfacht dargestellt sind in Deutschland etwa 30% der 35- bis 45-Jährigen an Parodontitis erkrankt. Diese Zahl erhöht sich in der Altersgruppe der  65- bis 75-Jährigen auf 55%.

 

Risikofaktoren

Ein erhöhtes Risiko an einer Parodontitis zu erkranken besteht bei Diabetes, Stress, bei Rauchern, bei HIV-Infektion, Osteoporose und bei spezifischen Gendefekten.


Eine gute Mundhygiene reduziert das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken erheblich („ein sauberer Zahn wird nie krank“). Patienten, die regelmäßig zur Vorsorge zu ihrem Zahnarzt gehen und zusätzlich eine professionelle Zahnreinigung (PZR) in Anspruch nehmen, haben ein deutlich geringeres Risiko.

 

Parodontitis und andere Erkrankungen

Die Auflösung des Halteapparates und das Eindringen von Bakterien und ihrer giftigen Abbauprodukte in den menschlichen Körper können zu Erkrankungen anderer Organe führen (u.a. Herz, Niere, Leber). Durch die Freigabe von Enzymen, die zur Auflösung von Bindegewebe führen, kann eine Frühgeburt eingeleitet werden.

 

Habe ich „Parodontose“?

Die Frage kann nur ein Zahnarzt beantworten. Als erste Warnzeichen gelten häufig, aber nicht immer, Zahnfleischbluten und eventuell Mundgeruch.

 

Therapie

Der erste Schritt ist die Aufklärung. Dem Patienten wird bewußt gemacht, dass bei einer Erkrankung an Parodontitis seine Mitarbeit der Schlüssel zur erfolgreichen Therapie ist. Die Therapie wird in unserer Praxis im Team durchgeführt: Erstaufklärung und Diagnostik erfolgt durch unser Ärzteteam, das auch die Therapieplanung erstellt.

 

In einem zweiten Schritt wird von unserer Dentalhygienikerin eine  professionelle Zahnreinigung durchgeführt und der Patient erhält spezielle Mundhygieneanweisungen (siehe auch Prophylaxe).

 

Im dritten Schritt erfolgt die eigentliche Parodontalbehandlung durch das Ärzteteam in der Regel in vier Sitzungen (pro Kieferhälfte eine Sitzung) und unter Verwendung einer Lokalanästhesie. Eine gründliche Reinigung der Wurzeloberflächen (Scaling) wird vorgenommen. Eine Reduktion der Keimzahl erfolgt mechanisch und chemisch (Chlorhexidin). Eine anschließende Wurzelglättung (root-planing)  soll das  „Einnisten“ der Bakterien verhindern und die Neubildung des Biofilms verzögern.

Filling of the bone defect with Geistlich Bio-Oss covering with the Geistlich Bio-Gide

Augmentationen sind häufig bei größeren Defekten des Knochens und auch nach Entfernen von Parodontalzysten erforderlich. Es  werden Aufbaumaßnahmen durchgeführt mit hochmodernen Knochenersatzmaterialien, wie Bio-Oss®.  Membranen und Schmelzmatrixproteine kommen hier zum Einsatz.

 

 

Um einen dauerhaften Therapieerfolg zu erreichen, ist die wiederholte Kontrolle und die Teilnahme an unserem individuellen Prophylaxeprogramm unerlässlich.

 

Qualitätssicherung durch Fortbildung

Die Parodontaltherapie wird seit 1986 in unserer Praxis durchgeführt. Unser Fachwissen wird laufend  durch die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen ergänzt und vertieft.   Die  Fortbildungsveranstaltungen des „Curriculum Parodontologie“ der Zahnärztekammer Nordrhein wurden von 2011 bis 2012 absolviert.                                                                                    

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